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Geschichte


 GeschichteZuchenberg wurde 1840 erstmals urkundlich erwähnt.
1840/1841 entstand das Vorwerk (Stadtgut) mit 1829 Morgen Ackerfläche aus abgeholztem Forstland und durch Zusammenlegung von Forstdienstäckern, Kämmereiäckern und Hospitaläckern. Der Gerichtszugehörigkeit nach war es bis 1849 Stadtgut, von 1849 - 1879 Kreisgut und von 1879 - 1952 Amtsgut.

1857 wurde Zuchenberg erstmals schriftlich als Heidevorwerk erwähnt. (Stadtarchiv Agm., 1842, Blatt 20). Es war ein Kämmerei-Vorwerk mit 55 Einwohnern.

Im Jahr 1860 gehörten zum Kämmerei- Vorwerk 2 Wohn- und 6 Geschäftsgebäude.

Von 1861- 1871 wurde das Vorwerk Zuchenberg vom Magistrat der Stadt Angermünde, vertreten durch den Herrn Bürgermeister Adolph Harsch, Herrn Leopold von Beerenberg, Herrn Otto Schubert, Herrn August Klewe, Herrn August Wilhelm Stolze und Herrn Carl Ludwig Keller, an den Amtmann Albert Steindorf verpachtet

1871- 872 gab es eine Revision im Kämmereivorwerk Zuchenberg

Ab 1878 entwickelte sich das Vorwerk zum Wohnplatz, es entstanden mehrere neue Wohngebäude.
Ein Gutspächter bewirtschaftete 1897 ca. 879 ha Land und beschäftigte einen Oberschweizer.

Im Oktober 1912 wurde das neu gebaute Schulhaus fertiggestellt.

Die Einweihung des Schulhauses fand am 21.Oktober 1912 um 3 ½ Uhr nachmittags statt. Es nahmen daran teil: die Stadtväter vom Kollegium und Magistrat, Vertreter der am Bau beteiligten Firmen und Handwerker sowie eine Anzahl Gäste. Vor dem schmucken Schulhause, von dessen Giebel eine Fahne in den Landesfarben grüßte, hatte sich auch der Ratsgutspächter, Herr Amtmann Witte nebst seiner Gemahlin eingefunden. Die Feier nahm mit der Schlüsselübergabe vor der Aufgangstreppe des Hauses durch den Dezernenten der Bauinspektion ihren Anfang. Bürgermeister Mundt begrüßte daraufhin von gleicher Stelle aus die Erschienenen, kennzeichnete die Schwierigkeit der Verhandlungen, die nötig waren, bevor der Bau seiner Vollendung entgegen gehen konnte und dankte allen Beteiligten für ihre große Unterstützung. Man betrat nunmehr das neue Schulhaus, wo die Feier im Schulzimmer ihre Fortsetzung fand. Chorgesang: "Lobe den Herrn" von Lehrer Trebbin und den Schulkindern angestimmt, leitete zu der Ansprache von Kreisschulinspektor Probst Nürnberger über. In herzlich empfundenen Worten betonte dieser den dreifachen Zweck des neuen Gebäudes, dieses sollte eine Pflegestätte des Liedes, eine Bildungsstätte des Geistes und eine Erziehungsstätte des Charakters sein und dankte nochmals der königl. Regierung, den städtischen Behörden für das an der Jugend getane Werk. Probst Nürnberger übergab darauf das Schulhaus seiner Bestimmung und verpflichtete den Lehrer Herrn Bertold Trebbin, geb. 02.05.1889, aus Golzow, Familienstand ledig, durch Handschlag zu treuer Arbeit. Mit einer gemeinsamen Kaffeetafel im gastlichen Hause von Amtmann Witte fand die Einweihungsfeier einen historischen Abschluß. Um 6 Uhr war man wieder daheim in Angermündes Mauern.

 

1913 fand der Lehrer Karl Bremer in der Schule Zuchenberg eine Anstellung, in der er aber
nur ein Jahr unterrichtete. Sein Nachfolger Lehrer Schröder verstarb 1927 und die nun frei gewordene Lehrerstelle, die bis Ende Februar durch einen Schulamtsbewerber verwaltet wurde, wird, wie wir erfahren, nunmehr ab 1. Mai d. J. durch den Lehrer Lamprecht aus Greiffenberg besetzt. Am 1. September 1946 verlegte man die Volksschule Zuchenberg nach Sternfelde. Auf Anordnung des Herrn Kreisschulrates wurde diese Entscheidung rückgängig gemacht. Der Umzug zurück nach Zuchenberg erfolgte am Montag, 17.12.1946. Ab 1948 besuchten die Schüler aus Zuchenberg dann die Schule in Schmargendorf.

1913 war das Gut an Herrn Amtmann Witte verpachtet.

Im Jahr 1925 zählte man in Zuchenberg 105 Einwohner und 1927 wurde auf dem Gut Zuchenberg eine Flockenfabrik erwähnt. In dieser Flockenfabrik befanden sich Flockenstühle mit beheizbaren Walzenpaaren zum Quetschen gedämpfter, teilweise zu Grütze zerschnit-
tener Getreidekörner. Sie dienten u.a. auch zur Herstellung von Hafer- und Maisflocken.

1931 gehörte zum städtischen Gut auch eine Schmiede, eine Schäferei und eine Stell-
macherei, die später vom Volkseigenen Gut weiter betrieben wurden.

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